Häufige Fragen

FAQ - Häufige Fragen, die an die Antidiskriminierungsstelle "Alter oder Behinderung" gestellt werden.

Fragen, die uns oft gestellt werden 

  

Von wem werde ich beraten?

Das Team der Antidiskriminierungsberatung Alter oder Behinderung besteht z.Zt. aus den beiden Mitarbeiterinnen Agnieszka Witkowska und Anna Heidrich.

Agnieszka Witkowska ist Sozialrechtlerin (LL.M.)
Anna Heidrich ist Sozial- und Heilpädagogin (M.A. Soziale Arbeit und Pädagogik).

   

Wie läuft die Beratung ab?

Zu Beginn steht die Kontaktaufnahme Ihrerseits per E-Mail (adb@lv-selbsthilfe-berlin.de) oder per Telefon (030/ 27 59 25 27). 

In einem anschließenden Gespräch tauschen wir uns zu Ihrem Anliegen aus und besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen. Jeder Schritt wird mit Ihnen abgestimmt. 

Je nach Bedarf verfassen wir dann ein Beschwerdeschreiben und bieten Begleitung zu Aushandlungsgesprächen an. 

Wenn nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) oder nach dem Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) eine Diskriminierung vorliegt, unterstützen wir Sie bei der Geltendmachung Ihrer Ansprüche und bei einem etwaigen Klageschreiben. Grundsätzlich streben wir immer eine außergerichtliche Klärung an. 

   

Was kann erreicht werden?

Je nach Fall und Bedingungen ist das, was wir erreichen können, sehr unterschiedlich. Zunächst bieten wir Ihnen ein Gesprächsangebot. Es kann bereits für viele eine große Erleichterung bedeuten, jemandem die erlebte Diskriminierungserfahrung mitzuteilen.

Die von uns verfassten Beschwerden können bewirken, dass sich die Gegenpartei zum Vorfall äußert und Stellung bezieht. In manchen Fällen erfolgt eine Entschuldigung.

Wenn nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) oder nach dem Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) eine Diskriminierung vorliegt, können u.U. Entschädigungszahlungen oder Schadensersatz eingefordert werden.

   

Kann ich anonym bleiben?

Ja, Sie können anonym bleiben. Dazu können Sie auch unser Kontaktformular nutzen:
https://www.diskriminierung-berlin.de/melden-sie-diskriminierung

Zu beachten ist: Wenn Sie anonym bleiben, können wir nicht allumfänglich für Sie tätig werden. 

  

Was ist Diskriminierung aufgrund der Behinderung?

Diskriminierung aufgrund von Behinderung kann vielfältig aussehen, es handelt sich dabei oft um Ungleichbehandlung, Grenzüberschreitungen oder stereotype Zuweisungen, die Menschen wegen ihrer Behinderung erfahren. Es gibt eine normative Vorstellung davon, was Menschen leisten oder können müssen. Wer von dieser Norm abweicht, wird als behindert gekennzeichnet und als minderwertig wahrgenommen.

Eine derartige Sicht nennen wir auch ableistisch, d.h., dass der nicht-behinderte Mensch das Maß aller Dinge ist, an dem sich alles orientiert. Ableismus ist ein am Englischen Ableism (able=fähig) angelehnter Begriff, der aus der US-amerikanischen Behindertenbewegung stammt. Er beschreibt die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung, indem Menschen an bestimmten Fähigkeiten - laufen, sehen, sozial interagieren - gemessen und auf ihre Beeinträchtigung reduziert werden.

   

Was ist Diskriminierung aufgrund des Alters?

Diskriminierung aufgrund des Alters bedeutet eine Ungleichbehandlung oder Benachteiligung von Menschen aufgrund ihres Lebensalters. Damit ist prinzipiell jedes Lebensalter gemeint.

  

Was ist Diskriminierung aufgrund von chronischen Erkrankungen?

Diskriminierung aufgrund von chronischen Erkrankungen bedeutet eine Ungleichbehandlung oder Benachteiligung von Menschen aufgrund einer chronischen Erkrankung. 

Chronische Krankheiten sind z.B. HIV, Migräne, Diabetes mellitus, Asthma, chronische Atemwegs- oder koronare Herzkrankheiten.

Unter bestimmten Voraussetzungen können chronische Krankheiten als eine Behinderung anerkannt werden. Das geht auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (Aktenzeichen C-335/11 und C-337/11) aus dem Jahr 2013 zurück und soll die Betroffenen vor Diskriminierungen wegen ihres Gesundheitszustands schützen. 

Diskriminierung findet vor allem im Arbeitsleben und bei Versicherungsdienstleistungen statt.

  

Wie muss ich mich für eine Beratung anmelden?

Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an: adb@lv-selbsthilfe-berlin.de
oder rufen Sie uns an: 030 27 59 25 27.

  

Sind die Räumlichkeiten barrierefrei?

Ja, unsere Räumlichkeiten in der Littenstr. 108, 10179 Berlin sind barrierefrei.

  

In welchen Sprachen kann ich schreiben?

Sie können sich in jeder Sprache bei uns melden.

Wir selbst sprechen deutsch, polnisch und englisch und beraten auch in diesen Sprachen.

Wenn Sie in einer anderen Sprache zu uns Kontakt aufnehmen, schalten wir bei Bedarf ein:e Dolmetscher:in ein.

  

Kann ein:e Gebärdendolmetscher:in bestellt werden? Wer trägt die Kosten?

Ja, Gebärdensprachdolmetscher:innen können bestellt werden. Für Sie fallen dabei keine Kosten an, diese trägt die Beratungsstelle.

  

Ist die Beratung kostenlos?

Ja, die Beratung ist jederzeit unabhängig vom Umfang kostenlos.